Handball-WM 2019 in Deutschland – und schon jetzt bei uns !

Wer braucht schon ein Sommermärchen, wenn man eine feurige Winter-Romanze erleben darf? Die besten 24 Mannschaften der Welt, spielen vom 10. bis zum 27. Januar 2019 in Dänemark und Deutschland um die ultimative Krone im Handballsport. Das Fieber steigt …

… und die Vorfreude dürfte sich in der kommenden Woche nochmals gewaltig steigern, wenn unser Kinder der E-Jugend die WM-Festspiele quasi als wahrhaftige Teilnehmer erleben dürfen. Da wartet ein vermutlich einzigartiges Erlebnis auf die Neun- und Zehnjährigen.

Es gehört ja quasi zum Zeitgeist, alle möglichen Verbände, Institutionen oder deren Funktionäre – auch ehrenamtliche – zu kritisieren. Doch diesmal dürfte HVM-Präsident, Lutz Rohmer, als Exekutivmitglied des Westdeutschen Handballverbandes (als Veranstalter mit Unterstützung der Staatskanzlei NRW/Sportland NRW) aller Wahrscheinlichkeit nach ein absoluter Volltreffer im Kempa-Format gelingen. Denn im Vorfeld der 26. WM, wird das Turnier exakt im gleichen Modus nach Vorlage der Nationalmannschaften der Männer von den Kleinen simuliert. Wer braucht da noch einen ollen Tintenfisch als Orakel?

NRW-Staatssekretärin Milz als Schimherrin der Mini-WM:
„Ich freue mich sehr auf die Handball-WM 2019 in Köln. Davon soll der Handballsport in seiner gesamten Breite profitieren. Wichtig dabei ist auch immer die Nachhaltigkeit: Der Handballverband Mittelrhein spricht auch die Jüngsten an und lässt sie die Handball-WM als Handball Mini-WM miterleben. Als Schirmherrin der Sportland NRW Mini-WM wünsche ich allen Kindern viel Freude und Erfolg beim Nachspielen der großen WM.“

So wird also in jedem Handballkreis am Mittelrhein eine der vier WM-Gruppen gespielt. Klar, jeder wäre gerne in die Gruppenrolle A mit Deutschland und Frankreich geschlüpft, aber das hat für die hiesige Region Bonn-Euskirchen-Sieg leider nicht funktioniert, aber so what? Die Losfee hat dagegen in der WM-Gruppe D folgende Auswahl getroffen, d. h. folgende BES-Vereine vertreten bei der WM die Nationen:

HSG Euskirchen (=Ägypten), HSG Geislar/Oberkassel (=Angola), TV Palmersheim (=Katar), TV Rheinbach (=Argentinien), TSV Bonn rrh. (Ungarn) und die HSG Siebengebirge (=Schweden). Die Auswahl dieser teilnehmenden Vereine wurde vom BES-Spielwart der E-Jugend auf Grundlage eines 5-Jahres-Ranking in dieser Altersklasse erstellt, um damit insbesondere die nachhaltig Kontinuität zu belohnen.

Und nur dabei zu sein, lohnt sich in diesem Fall tatsächlich schon, denn jedes teilnehmende Team erhält schon mal einen Trikotsatz in den Landesfarben seiner Nation – nicht schlecht. Ein paar Bälle gibt es obendrauf. Und der Rahmen wird ebenfalls perfekt sein, denn der TV Rheinbach mit Jugendkoordinator, Tobias Swawoll, an der Spitze erklärte sich spontan bereit, das Tagesturnier am Tag der Deutschen Einheit als Ausrichter zu übernehmen. So wird es garantiert an nichts fehlen: perfektes Catering, geile Mucke, Hallensprecher, Flaggenparade, Einlaufzeremonie, Nationalhymnen, Medaillen, und, und, und. Wir kennen ja die positiv verrückten Rheinbacher Handball-Enthusiasten. Da haben sogar der HVM-Präsident, Lutz Rohmer, nebst BES-Cheforganisatorin, Regina Ufer, ihr Kommen am 3 Oktober angesagt. Gespielt wird in der Sporthalle an der Berliner Strasse ab 10:00 Uhr, die letzte Partie ist für 16:00 Uhr angesetzt.

 

HVM-Präsident Lutz Rohmer:
„Ich freue mich, dass wir als HVM in Kooperation mit dem Land NRW die „Sportland NRW Mini-WM im HVM“ ins Leben rufen konnten. Die aus dem Ligabetrieb und damit aus dem Alltag herausgehobene Stellung eines WM-Turniers werden den jüngsten Aktiven in der Handballfamilie auch durch die äußere Gestaltung der für sie in den Handballkreisen organisierten Turniere mit Länderfahnen in den Hallen, Nationalhymnen vor den Spielen und Ländertrikots eigens für sie erstellt näher bringen. Den jungen Handballerinnen und Handballern soll so die Faszination des Handballsports und einer WM im eigenen Land durch eigenes aktives Erleben nachhaltig vermittelt werden. Wir erhoffen uns einen Beitrag dazu leisten zu können, dass die Faszination Handball nicht nur wächst, sondern sie auch nachhaltig im Sport hält. Ich möchte mich bei dem Land NRW, im Speziellen dem Sportland NRW, allen Unterstützern, Eltern und Betreuer für ihre aktive Mitarbeit und die Ermöglichung dieses Turniers bedanken.“

Doch es könnte noch besser kommen. Bei entsprechendem sportlichen Erfolg, sprich die vorderen drei Nationen, erreichen nämlich wie im richtigen Leben die Zwischenrunde, die Mitte November mit den besten Teams aus Gruppe C (HK Aachen/Düren) ausgetragen wird. Hierbei wird es richtig heiss, denn die beiden Bestplatzierten dieses Gipfeltreffens, erreichen das Final Four, wo dann in jedem Fall noch vor Weihnachten endgültig der inoffizielle E-Jugend-Weltmeister ermittelt wird. Der Hammer dabei: allen F4-Teilnehmern winkt tatsächlich ein Besuch in der Kölner LANXESS Arena an einem WM-Spieltag der Großen. Na, wenn das keine Aussichten sind, um sich ein Bein auszureißen?

-Peter Bitzer-